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Anna Rath

Anna Rath, (*1996) studiert Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre und Sozioökonomie an der WU Wien. Im Zuge des Studiums konnte sie ihr privates Interesse an Themen der Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit auch auf theoretischer Ebene vertiefen. Zusätzlich sind ethische und moralische Fragen in Bezug auf wirtschaftliches und gesellschaftliches Handeln und ein interdisziplinärer Zugang der Ökonomie ihre Interessensschwerpunkte. Mit dem Engagement in der Ökovernetzung und anderen Erfahrungen in den Bereichen der Nachhaltigkeit und der humanitären Hilfe versucht sie den Zusammenhang von theoretischen Überlegungen und praktischem Handeln besser zu verstehen.



Dr Iris Kunze

Dr. Iris Kunze ist seit 2001 Forscherin und Projektmanagerin im Bereich Gemeinschaft, nachhaltige Lebensweise, soziale Innovationen und zivilgesellschaftliche Bewegungen. Nach der Etablierung des Forschungs- und Lehrschwerpunkt Gemeinschaftsforschung an der Universität Münster von 2001 bis 2011, arbeitet sie an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) am Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit (GWN). Iris forscht in internationalen Forschungsprojekten über soziale Innovationen für Nachhaltigkeit, wo sie in den letzten Jahren mehrere globale Bewegungen (Ökodörfer, Co-housing, Slow Food) auf deren gesellschaftliches Wandlungspotential und deren interne Prozesse untersucht hat. Iris ist Mitbegründerin des Instituts für Integrale Studien (IFIS), Freiburg, Collaboratory- Prozess-Begleiterin für multistakeholder-Prozesse, engagiert in sozialökologischen Bewegungen wie „Transition Town“ und dem Global Ecovillage Network. Iris lebte in mehreren Gemeinschaftsprojekten, von 1999-2001 im ‘anders-leben-Projekt’ Soest und im connection-Zentrum und von 2016 bis 2019 im Ökodorf Sieben Linden. Persönliche Webseite mit zahlreichen Veröffentlichungen: http://www.community-research.eu

1.Öko-Wandertag

ALOHA,

WIR GEHEN WANDERN! #oekovernetzungontour
Gemeinsam starten wir von Wien Hbf und fahren mit dem Zug nach Puchberg am Schneeberg.
Von dort starten wir unsere Tour zum Klosterwappen (Schneeberg), inkl. Möglichkeiten zur Einkehr (Fischerhütte).

Donnerstag, 20. Juni 2019 von 07:30 bis 19:30
ABFAHRT: 07:58 Uhr, Wien Hbf / Ankunft: 09:26 Uhr
RÜCKKUNFT: spätestens 19:00 Uhr in Wien.


Die Tour ermöglicht mehrere Möglichkeiten je nach Motivation, Lust und Laune mit oder ohne Zahnradbahn.
Infos siehe hier: https://www.bergfex.at/sommer/niederoesterreich/touren/wanderung/5535,puchberg-klosterwappen-und-fischerhuette/

wandern, vernetzen, lachen, quatschen.
visionen und ideen spinnen.
die welt ein stückchen besser machen.


SEI DABEI!
#oekovernetzung #extendyourbubble #nachhaltigkeit #vernetzung #guteslebenfueralle


Anmeldung nicht notwendig aber erbeten unter:
kontakt@oekovernetzung.at

Vernetzung für eine lebenswerte Zukunft

Das war die Öko-Projektwerkstatt 1-2019

Von 12. – 15. April 2019 fand die bereits 6. Öko-Projektwerkstatt, ein österreichweites
Vernetzungstreffen und Seminarwochenende für ökologisch, sozial und  nachhaltigkeits-politisch interessierte (junge) Menschen, im Lester Hof (Kefermarkt, OÖ) statt. Neben  spannenden Vorträgen und Workshops bot die Veranstaltung den rund 60 Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen im Nachhaltigkeitsbereich gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln.

Eröffnet wurde die Öko-Projektwerkstatt mittags mit einem gemeinsamen Potluck. Beim Verzehr der eigens mitgebrachten Speisen konnten sich die Teilnehmenden so schon etwas näher kennenlernen. Auch der restliche erste Tag stand ganz im Zeichen von Teambuilding und gruppendynamischen Erfahrungen, um das gegenseitige Vertrauen unter den Teilnehmenden zu stärken. Abends gab Fred Luks, ehem. Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien, einen Input mit anschließender Diskussion über Nachhaltigkeitsstrategien in Institutionen mit dem Schwerpunkt Hochschulen. Nach dem Abendessen konnten die Teilnehmenden verschiedenste Angebote auswählen, die dazu dienten, auch emotional am Ort anzukommen: Gespräche und Kennenlernen am Lagerfeuer, eine Schwellenwanderung und teilweise selbst organisiertes Programm.

Samstagvormittag standen die zwei Keynote-Workshops „Umweltpsychologie“ und „Demonetize – Schritte zum Leben ohne Geld und in eine geldfreie Gesellschaft“ zur Auswahl. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden zwei von vier Workshops zu folgenden Themen besuchen: „Gemeinwohlökonomie – über Wirtschaften mit menschlichen Werten“, „Nachhaltigkeitskommunikation“, „Die UN-Sustainable Development Goals und ihre Umsetzung“ sowie „Die Rolle der Zivilgesellschaft in der
Nachhaltigkeitspolitik“. In der anschließenden großen Zusammenkunft wurde über die jeweiligen Workshops berichtet, sodass alle Anwesenden die Essenzen aller Workshops mitnehmen konnten. Nach dem Abendessen konnten im Open Space noch offene Fragen diskutiert, neue Themen eingebracht, und etwaige Ideen für die Projektwerkstatt am Folgetag verfeinert werden.

Am Sonntag fand schließlich die Namensgeberin dieses Wochenendes statt: die Projektwerkstatt. Mittels des Formats „Design for Wiser Action“ konnten 8 Projektideen mithilfe des Feedbacks der anderen Teilnehmenden und einigen Referierenden vom Vortag weiterentwickelt werden. Nach dem Mittagessen wurde dann Hand angelegt. Das junge Wiener Start-Up Hut und Stiel stellte sich vor, gab Auskünfte über die Bedeutung von Speisepilzen und wie diese in Wien auf Basis von Kaffeesätzen hergestellt werden. Danach stellten die Teilnehmenden selbst ihre eigenen Pilzsubstratsack zusammen, welche sie als wohlschmeckendes Andenken mit nach Hause nehmen konnten. Abends konnten diese noch einigen Geschichten mit persönlichem, gesellschaftspolitischem Bezug lauschen, die Teilnehmende selbst mitgebracht haben.

Am letzten Tag wurde gemeinsam reflektiert, Feedback eingeholt und nächste Schritte besprochen. Besonderes Lob bekam dabei Koch Luc, der alle das gesamte Wochenende mit köstlichen veganen Speisen versorgte – zubereitet mit regionalen, saisonalen und hauptsächlich biologischen Produkten.

Fazit: Die Veranstaltung war sehr intensiv und konnte alle drei Hs (Hand, Herz und Hirn) bedienen. Es entstanden neue Vernetzungen, viele Freundschaften und gute Projekte, welche die Teilnehmenden mithilfe des Ökovernetzungsfördervereins weiterverfolgen werden. Der Ansatz des Art of Hostings and Harvesting wurde als geeignete und gut angewandte Philosophie des Wochenendes von den Teilnehmenden rückgemeldet. Verbesserungsvorschläge basierend auf dem Feedback werden für die
nächste bereits angesetzte 7. Öko-Projektwerkstatt von 25.-27.10.2019 eingeplant.

Der Ökovernetzungsförderverein bedankt sich für die finanzielle Unterstützung durch

  • ÖH Bundesvertretung
  • ÖH Uni Wien (STV Biologie, Geographie und Soziologie, Sonderprojekttopf)
  • ÖH Uni Graz (Sonderprojekttopf)
  • ÖH Boku (Projektopf, STV Agrarwissenschaften und Umwelt- und Bioressourcenmanagement)
  • ÖH Uni Klagenfurt
  • HTU Graz
  • ÖH Uni Klagenfurt
  • Klimabündnis Oberösterreich
  • Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
  • Ökosoziales Forum Wien
  • Energiebezirk Freistadt
  • Samen Maier

 

René Hartinger, Harald Rechberger, David Steinwender, Daniel Streit, Katharina Toth

Verantwortung Erde

Verantwortung Erde wurde 2015 ins Leben gerufen, weil wir das dringende Bedürfnis empfinden, nach Lösungen für die zunehmenden Krisen auf unserem Planeten zu suchen. Wir wollen nicht länger auf die “Rettung von oben” warten, sondern unsere Zukunft aktiv mitgestalten. Nach dem Motto “global denken – lokal handeln” sind wir seither darum bemüht, “den Wandel” sowohl theoretisch als auch praktisch zu entwickeln und umzusetzen.
Die Vision einer “geldfreien Gesellschaft” spielt hierbei eine zentrale Rolle. Sie ist mittlerweile zugleich gedankliche Grundlage sowie Ziel unserer Handlungen.
Diese Handlungen finden auf mehreren Ebenen statt, in die wir im Zuge unseres Workshops einen Einblick geben möchten.

ReferentInnen: Julia Hueter und Gerald Dobernig

Demonetize – Schritte zum Leben ohne Geld und in eine geldfreie Gesellschaft

In unserem Workshop gehen wir auf unser Verständnis des Gedankens/Slogans “global denken – lokal handeln” ein und bringen Beispiele, mit welchen Projekten und auf welchen Ebenen wir diese Leitgedanken in unseren Handlungen und Aktivitäten umsetzen. Wir beschäftigen uns außerdem mit den fünf Schlagworten “regional, solidarisch, pflanzlich, ökologisch und eigenverantwortlich”, die nach unserem Verständnis für die gesellschaftliche Transformation unabdingbar sind und nach denen wir selbst bestrebt sind, zu leben. Vor allem der Gedanke der Geldfreiheit spielt dabei eine zentrale Rolle, deshalb wollen wir unsere Überlegungen und Erkenntnisse teilen und dazu anregen, sich selbst und alltägliche Handlungen im Kontext der Geldfreiheit zu reflektieren. Als Ausblick wollen wir uns gemeinsam überlegen, wie geldfreie Räume in unser Umfeld implementiert werden können und wie zukünftige Gemeinschaften in diesen Räumen agieren können.

Sustainable Development Goals und ihre Umsetzung

Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist das derzeit wichtigste Bezugssystem für Nachhaltige Entwicklung und eine Welt, in der die drei Dimensionen einer „nachhaltigen Entwicklung“ – Umwelt, Soziales und Wirtschaft – in Balance sind. Die Agenda hat zwei zentrale Zielsetzungen, die bis 2030 erreicht werden sollen: die Natur und den Planeten nicht durch menschliche Einflüsse zu zerstören (bzw. für die Menschen unbewohnbar zu machen), sowie das Prinzip „Leave no one behind“ – also eine Welt zu schaffen, in der allen Menschen ein menschenwürdiges und lebenswertes Leben möglich ist, und auf diesem Weg niemanden zurückzulassen. Um diese wichtige Vision zu erreichen wurden die wichtigsten Faktoren identifiziert und in 17 Ziele gegossen, die uns als Kompass in diese bessere Welt dienen.

Der Workshop vermittelt Grundlagenwissen über die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele und geht interaktiv mit den Teilnehmer*innen auf Spurensuche: Wo finden wir die SDGs im eigenen Alltag wieder, wo liegen Verantwortlichkeiten und welche Handlungsmöglichkeiten haben wir auf jeweils unterschiedlichen Ebenen?

 

Referent: René Hartinger

Fred Luks

Dr. Fred Luks hat in Hamburg und Honolulu Volkswirtschaftslehre studiert. Er beschäftigt sich seit langem in Forschung, Lehre und Management mit Zukunftsfragen. Fred hat zu diesem Themenbereich zahlreiche Publikationen vorgelegt. Er war Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie. Zu seinen beruflichen Stationen gehören die Leitung eines interdisziplinären Forschungsprojekts, eine Gastprofessur an der Universität Hamburg, die Tätigkeit als Nachhaltigkeitsmanager eines großen Unternehmens und die Leitung des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er bloggt unter www.fredluks.com. Zu seinem Büchern gehören „Nachhaltigkeit“ (2002), „Endlich im Endlichen“ (2010), „Die Zukunft des Wachstums“ (2. Auflage 2013) und „Öko-Populismus“ (2014) und „Ausnahmezustand“.

 

Paul Ettl

Paul Ettl MBA studierte Mathematik, Philosophie, Politik und Theologie in Salzburg. Er war IT-Unternehmer von 1983 bis 2013 (Firma mit 11 Mitarbeitern an 4 Standorten). Er ist seit mehreren Jahren im Gemeinderat Aschach/Donau aktiv tätig und in der WKO. Er ist Mitglied des Bundesvorstandes der CSR-Consultants Experts Group in der WKO. Er ist Mitbegründer und Direktor der Friedensakademie Linz (seit 2010). Zusätzlich engagiert er sich als Referent und in anderen Funktion für die Gemeinwohl-Ökonomie. Dabei ist er Gründungsmitglied und 6 Jahre im Vorstand des “Gründungsvereins” (Wien, für die ganze Welt zuständig), Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied im Verein GWÖ OÖ sowie “Pionier”, d.h. der erste, der die Gemeinwohl-Bilanz 2011 erstellt für sein Unternehmen erstellt hat.

Daniel Streit

Daniel Streit, MSc (*1992) schloss 2018 sein Studium in Salzburg als Psychologe ab. Im Zuge des Studiums begann sich Daniel für menschliches Erleben und Verhalten, aber auch für Data Science zu interessieren und nahm zusätzlich den Master-Studiengang Data Science auf. Für ihn sind die individuellen Werte und die darin begründete Motivation für ökologisch-nachhaltiges Verhalten von grundlegendem Interesse.

 

Aufgaben:

  • Projektmitarbeiter: Öko-Projektwerkstatt 2019